Ein Richener Handballer in Berlin

Hendrik Schoeneck (Jahrgang 1993), mehrere Jahre Jugendhandballer beim
Turnerbund Richen, trat jetzt mit der B-Jugend-Auswahl des Württembergischen
Handballverbands bei der Vorrunde des Länderpokals in Berlin an. Dabei hat die
Auswahl der württembergischen Nachwuchs-Handballer als Zweitplatzierter die
Endrunde am 13./14. März knapp verpasst. Trotzdem war das Turnier eine tolle
Erfahrung für Hendrik, nicht zuletzt auch durch die großartige Unterstützung der
Mannschaft durch mitgereiste Eltern und Verwandte. Sogar Hendriks Vereinstrainer
war mit nach Berlin gereist. Insgesamt haben ca. 50 Fans ihre Kinder trotz der langen
Anreise unterstützt.

Im ersten Spiel trafen die Württemberger auf die mit drei DHB-Spielern stark
besetzte Mannschaft aus Niedersachsen. Bis zur 40. Minute war es ein ständiges
Ringen um die Führung, bis der württembergische Torwart einen Siebenmeter-
Strafwurf parieren konnte. Im folgenden Angriff wurde Hendrik, der bis dahin
zusammen mit Patrick Zieker der auffälligste Feldspieler war, durch einen Tiefschlag
nach einem Sprungwurf so schwer gefoult, dass er ausscheiden musste.
Seine Mitspieler nahmen das zusammen mit dem parierten Strafwurf als endgültigen
Weckruf und gewannen letzten Endes nach 50 Minuten noch hoch mit 30:24.
Nach einer nur kurzen Pause, der gastgebende Verband Berlin hatte den Spielplan
geschickt aufgestellt, musste Württemberg wieder ran, diesmal gegen Berlin.
Der Berliner Auswahltrainer Bob Hanning - früherer Bundesligatrainer in Hamburg und
Manager des Bundesligaklubs Füchse Berlin - hatte sein Team hervorragend eingestellt.
Der Berliner Torwart kannte die Lieblingsecke jedes Württembergers und hielt von
jedem Spieler erstmal ein oder zwei Bälle. Zusammen mit dem höllischen Lärm,
veranstaltet durch die Mitglieder der örtlichen Sportschule, kam die Vertretung des
württembergischen Verbandes nicht ins Spiel und lag bereits zur Pause mit 7:14
klar hinten. Bei 10:14 witterte der HVW nochmal Morgenluft, bis Hendrik nach
einem gegnerischen Stürmerfoul verletzt ausschied. Hendriks Vereinskamerad
Patrick Zieker war zwischenzeitlich ebenfalls verletzt und so kam die B-Jugend
des HVW mit 17:33 vollkommen unter die Räder. Das letzte Spiel gegen
Thüringen konnte Hendrik verletzungsbedingt leider nicht mehr mitmachen.
Der 39:20-Erfolg hatte ohnehin nur noch statistischen Wert.

Bild und Text von Sönke Brenner

Zurück